Neue Touristensteuer auf den Balearen (frühestens ab dem 01. Juli 2016)

Lange wurde darüber diskutiert, jetzt ist es Fakt: Der Gesetzgeber hat für die Balearischen Inseln per Gesetz, welches am 03. April 2016 in Kraft getreten ist, nun die sogenannte Touristensteuer eingeführt. Zu den Balearischen Inseln gehören Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera.

Durch das neue Gesetz werden nun auf den Balearen frühestens ab dem 01. Juli 2016 die Aufenthalte von Touristen in Beherbergungsbetrieben - oder einrichtungen (Hotels, Aparthotels, Touristikappartments, Pensiones, etc.) besteuert.

Steuerpflichtige sind die Gäste. Die Höhe der Steuern bestimmt sich je nach Kategorie des Beherbergungsbetriebs.

Sie beträgt pro Person und Tag z.B. in einem Hotel der 4-Sterne und der 3-Sterne-Superior-Kategorie 1,50 €. Bei Ferienappartments der 1-, 2-, und 3-Schlüssel-Kategorie beträgt die Steuer 1 € pro Person und Tag. Grundsätzlich ist die Steuer auch von Passagieren auf Kreuzfahrtschiffen zu zahlen.

Für die Einbehaltung, die Abwicklung und Einzahlung der Steuer zeichnen die Betreiber- oder Betreibergesellschaften der Hotels bzw. der Beherbungsbetriebe insgesamt, verantwortlich. Sie sind neben ihren Gästen auch Ersatzsteuerpflichtige. Die Betreiber stehen daher gegenüber den Finanzbehörden in der Verantwortung und werden in Zukunft einen höheren Verwaltungsaufwand zu bewältigen haben.

Die Einnahmen werden laut Gesetz für den Umweltschutz und zur Förderung eines nachhaltigeren Tourismus verwendet. Der Zustrom von Urlaubern in der Hochsaison bringt die Inselgruppe teilweise an die Grenzen ihres Aufnahmevermögens.

Die Balearen-Regierung erhofft sich durch die Einführung des neuen Gesetzes Einnahmen i.H.v. 50 bis 80 Millionen Euro pro Jahr.  "Die Besucher werden dazu beitragen, das Paradies der Balearen zu erhalten", hatte Tourismusminister Biel Barceló erklärt.

Wie im Einzelnen die neue Steuer einzutreiben und abzuführen sein wird ist noch unklar. Dazu wird die Regierung der Balearen in den nächsten Wochen die notwendigen Durchführungsvorschriften erlassen.

Die Zeit bis zum frühstmöglichen Erhebungstermin, dem 01. Juli 2016 ist daher sehr knapp bemessen.

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